Einleitung: Lehrer als Lernende
💡 Merkmale wirksamer Fortbildung (Darling-Hammond et al., 2017)
- Inhaltsfokussiert – spezifische Unterrichtsstrategien
- Aktives Lernen – praktische Übungen statt Frontalvortrag
- Kollegial – Lehrer lernen gemeinsam
- Nachhaltig über Zeit – keine einmaligen Workshops
- Arbeitsplatzbezogen – sofortige Anwendung im Unterricht
Problem traditioneller Fortbildungen
⚠️ Typischer eintägiger Workshop
Vormittag: Referent hält Vortrag über Strategie (passives Zuhören) Mittagspause: Networking Nachmittag: Weitere Vorträge Lehrer gehen: Inspiriert, aber ohne praktische Werkzeuge Montag: Zurück zum gewohnten Unterricht (nichts ändert sich) Ergebnis: Keine Umsetzung (Inspiration ist nicht gleich Anwendung)
Generator-basierte Fortbildungslösung
✅ Fortbildungs-Workshop (3 Stunden)
Stunde 1: Kurze Einführung in die Strategie (15 Min. Vortrag, 45 Min. Praxis) Stunde 2: Lehrer erstellen Materialien (10 Arbeitsblätter in 7 Min. generieren) Stunde 3: Kollegialer Austausch + Umsetzungsplanung Montag: Lehrer verwenden generierte Materialien sofort Woche 2: Nachfolge-Fortbildung (Ergebnisse teilen, Probleme lösen) Ergebnis: Sofortige Anwendung (Materialien fertig, Strategie eingeübt)
Fortbildungs-Workshop-Modell: Differenzierter Unterricht
Workshop-Ziel: Lehrer lernen, differenzierte Arbeitsblätter zu erstellen
Stunde 1: Strategie erlernen (60 Minuten)
15-Minuten-Kurzvortrag
Fortbildner erklärt: • Was ist Differenzierung? (Schüler dort abholen, wo sie stehen) • Warum gestufte Arbeitsblätter? (ein Thema, drei Schwierigkeitsstufen) • Wie differenzieren: Komplexität, Scaffolding, Aufgabenanzahl Lehrer: Notizen machen (nicht passiv - Handout ausfüllen)
45-Minuten-Praxisphase
Fortbildner: "Jetzt erstellen SIE differenzierte Arbeitsblätter" Schritt 1 (10 Min.): Zugang zum Generator → Lehrer loggen sich ein → Fortbildner demonstriert: "So passen Sie die Einstellungen an" Schritt 2 (15 Min.): 3 Stufen generieren → Stufe 1: Förderschüler (10 Aufgaben, Bildmodus) → Stufe 2: Durchschnitt (15 Aufgaben, gemischt) → Stufe 3: Fortgeschrittene (25 Aufgaben, komplex) → Zeit: 126 Sekunden für alle 3 Schritt 3 (20 Min.): Ergebnisse untersuchen → Lehrer prüfen eigene generierte Arbeitsblätter → Partnerdiskussion: "Worin unterscheiden sich diese?" → Merkmale jeder Stufe identifizieren Aktives Lernen: Lehrer MACHEN die Strategie (hören nicht nur davon)
Stunde 2: Materialien erstellen (60 Minuten)
Selbstständige Generierungszeit
Fortbildner: "Erstellen Sie Materialien für die nächste Woche" Lehrer generieren: • Montag: 3-stufiges Mathe-Arbeitsblatt (2 Min.) • Dienstag: 3-stufige Vokabelübung (2 Min.) • Mittwoch: 3-stufiges Leseverständnis (2 Min.) • Donnerstag: 3-stufige Sachkunde (2 Min.) • Freitag: Lernstandskontrolle (2 Min.) Gesamt: 10 Minuten für differenzierte Materialien einer ganzen Woche Verbleibende Zeit (50 Min.): → Materialien organisieren (drucken, beschriften, ablegen) → Umsetzung planen (welche Schüler bekommen welche Stufe?) → Lösungsschlüssel erstellen
"Ich wollte schon immer differenzieren, hatte aber nie Zeit, drei Versionen von allem zu erstellen. In 10 Minuten habe ich Materialien für eine ganze Woche! Das ist revolutionär."
— Lehrer-Feedback während des Workshops
Stunde 3: Gemeinsame Planung (60 Minuten)
Jahrgangsstufenteam-Planung
Klasse 2 Lehrer (4 Lehrkräfte): → Generierte Materialien teilen → Umsetzungsstrategien diskutieren → Planen: "Versuchen wir alle Differenzierung Mo-Mi, treffen uns Do zur Besprechung" → Terminieren: Nachfolge-Fortbildung in 2 Wochen Kollegial: Von Kollegen lernen (gemeinsame Problemlösung)
Selbstverpflichtung zur Umsetzung
Jeder Lehrer ergänzt:
"Diese Woche werde ich _____________ (Strategie) implementieren
in meinem Unterricht durch _____________ (konkrete Maßnahme)
Ich erkenne Erfolg daran, wenn _____________ (messbares Ergebnis)"
Beispiel:
"Diese Woche werde ich differenzierte Mathe-Arbeitsblätter in meinem Unterricht einsetzen, indem ich Stufe 1 an meine 5 Förderschüler, Stufe 2 an meine 18 durchschnittlichen Schüler und Stufe 3 an meine 7 leistungsstarken Schüler gebe. Ich erkenne Erfolg daran, wenn alle Schüler ihre Arbeitsblätter erfolgreich bearbeiten (80%+ Richtigkeit)."
Verantwortlichkeit: Schriftliche Verpflichtung erhöht Umsetzungsrate
Nachfolge-Fortbildung (2 Wochen später)
30-Minuten-Check-in: Ergebnisse teilen
✅ Lehrer berichten über Umsetzung
Lehrerin A: "Ich habe differenzierte Arbeitsblätter ausprobiert. Meine Förderschüler schafften 90% (sonst 60%). Sie sagten, es fühlte sich 'leichter' an - in Wirklichkeit war es nur passend für sie!" Lehrerin B: "Meine leistungsstarken Schüler liebten Stufe 3. Sie fragten: 'Darf ich noch mehr machen?' Das erste Mal wurden sie richtig gefordert!" Lehrer C: "Ich hatte Schwierigkeiten zu entscheiden, welche Schüler welche Stufe bekommen. Einige fühlten sich durch 'leichte' Aufgaben beleidigt." Fortbildner: Löst Problem C "Lassen Sie die Schüler selbst wählen. Stellen Sie drei Behälter auf mit den Bezeichnungen 'Übung, Standard, Herausforderung' - keine negativen Etiketten. Schüler wählen selbst." Peer-Learning: Lehrer lösen gegenseitig ihre Probleme
Anpassen & Verfeinern
Iterative Verbesserung
Fortbildner: "Was würden Sie basierend auf Ihren Erfahrungen ändern?" Lehrer: • "Eine vierte 'Experten'-Stufe für wirklich Leistungsstarke hinzufügen" • "Lösungsschlüssel für alle Stufen einbinden (Selbstkontrolle)" • "Visuelle Hinweise schaffen (farbcodiert), damit Schüler ihre Stufe erkennen" Aktion: Lehrer generieren verbesserte Materialien (Feedback anwenden) Zeit: 15 Minuten zum Verfeinern
Professionelle Lerngemeinschaften (PLG)
Fortlaufendes kollegiales Lernen
Monatliches PLG-Protokoll
Woche 1: Generieren & Teilen
Treffen (45 Min.): → Jeder Lehrer generiert Materialien für kommende Einheit → Mit Team teilen (auf gemeinsames Laufwerk hochladen) → Diskutieren: "Welche Kompetenzen zielen wir ab?" Ergebnis: Team hat vollständige Unterrichtsmaterialien (kollegiale Effizienz)
Woche 2: Umsetzen
Kein Treffen: Lehrer verwenden Materialien im Unterricht Datenerhebung: Schülerarbeiten aufbewahren
Woche 3: Ergebnisse analysieren
Treffen (45 Min.): → Mitbringen: Schülerarbeitsproben → Analysieren: "Welches Arbeitsblatt war am effektivsten? Warum?" → Daten: Schülerleistung im Team vergleichen Fortbildner: "Die Schüler von Lehrerin A erzielten 85% bei diesem Arbeitsblatt. Die von Lehrer B 70%. Was war anders?" Diskussion: Unterrichtsstrategien (nicht nur Materialien) Lernen: Was funktioniert, was nicht (evidenzbasiert)
Woche 4: Praxis verfeinern
Treffen (45 Min.): → Basierend auf Daten: Was ändern für nächste Einheit? → Handlungsplanung: Spezifische Strategien ausprobieren → Generieren: Materialien für nächste Einheit (Erkenntnisse anwenden) Zyklus wiederholt sich: Kontinuierliche Verbesserung
Demonstrationsstunden
Fortbildung durch Modellierung
Struktur der Demonstrationsstunde
Vor-Beobachtung (10 Minuten)
Demonstrierender Lehrer: Erklärt Stundenplan den Beobachtern "Heute unterrichte ich Brüche mit differenzierten Arbeitsblättern. Achten Sie darauf, wie ich: 1. Konzept der ganzen Klasse vorstelle 2. Differenzierte Arbeitsblätter austeile 3. Jede Gruppe begleite 4. Unterstützung bedarfsgerecht anpasse" Beobachter: Erhalten Beobachtungsfokus (worauf zu achten ist)
Stundenbeobachtung (30 Minuten)
Demonstrierender Lehrer: Unterrichtet während Kollegen beobachten Beobachter notieren: • Wie führt der Lehrer die Strategie ein? • Wie reagieren Schüler auf differenzierte Materialien? • Welche Herausforderungen entstehen? • Welche Classroom-Management-Strategien sind effektiv?
Nachbesprechung (20 Minuten)
Reflexionsfragen: • "Was haben Sie bezüglich Schülerengagement bemerkt?" • "Wie hat Differenzierung das Lernen beeinflusst?" • "Was würden Sie in Ihrem Unterricht ausprobieren?" • "Welche Fragen haben Sie?" Demonstrierender Lehrer: Teilt Begründungen hinter Entscheidungen Beobachter: Verinnerlichen Strategie (sahen sie in Aktion)
Peer-Coaching-Paare
Arbeitsplatzbezogene Unterstützung
Coaching-Zyklus
Woche 1: Gemeinsame Planung
Coach und Lehrer treffen sich (30 Min.): → Identifizieren: Fokuskompetenz (z.B. Differenzierung) → Generieren: Materialien gemeinsam (Arbeitsblätter für Woche) → Planen: Wie wird Differenzierung im Unterricht aussehen?
Woche 2: Beobachtung
Coach: Beobachtet Lehrer bei Umsetzung der Strategie (20 Min.) Macht Notizen: Konkrete Belege für Strategieanwendung
Woche 3: Feedback-Treffen
Coach und Lehrer treffen sich (30 Min.):
Coach: "Ich bemerkte, Sie gaben drei Stufen aus. Schüler wirkten engagiert."
Lehrer: "Ich kämpfe mit der Zeit - dauert zu lange, drei Versionen auszuteilen"
Coach: "Versuchen Sie Farbcodierung. Blaue Box für Stufe 1, rote für Stufe 2,
grüne für Stufe 3. Schüler nehmen ihre Farbe."
Lehrer: "Das würde 5 Minuten sparen!"
Handlungsplan: Lehrer probiert Coaches Vorschlag nächste Woche
Woche 4: Nachverfolgung
Coach: Beobachtet erneut (prüft Umsetzung des Vorschlags) Coach: "Farbcodierung funktionierte! Austeilung dauerte 30 Sekunden statt 5 Minuten." Zyklus: Wiederholt sich mit neuer Fokuskompetenz
Einarbeitung neuer Lehrkräfte
Unterstützung für Berufseinsteiger
Struktur des Einarbeitungsprogramms
✅ August Vorbereitungswoche
Tag 1: Einführung in Generatoren (Praxisübung, 3 Stunden) Tag 2: Materialien für ersten Monat erstellen (August-September, 2 Stunden) Tag 3: Organisationssysteme (Ablage, digitale Speicherung, 1 Stunde) Ergebnis: Neue Lehrer starten mit fertigen Materialien (reduziert Überforderung)
Monatliche Check-ins
Mentor-Lehrer trifft sich monatlich mit neuem Lehrer (30 Min.) September: "Wie funktionieren die Arbeitsblätter? Brauchen Sie mehr Unterstützung?" Oktober: "Erstellen wir gemeinsam differenzierte Materialien" November: "Lernstandskontrollen für Quartal 2 erstellen" Kontinuierliche Unterstützung: Neue Lehrkraft ist nie allein
Administrator-Fortbildung: Lehrkräfte unterstützen
Fortbildung für Schulleitungen
Admin-Workshop: Effektive Differenzierung erkennen
Ziel: Admins lernen, worauf sie bei Unterrichtsbesuchen achten
Was zu beobachten:
- ✓ Mehrere Arbeitsblatt-Versionen sichtbar (Differenzierung findet statt)
- ✓ Schüler auf angemessenem Niveau engagiert (nicht zu leicht/schwer)
- ✓ Lehrer zirkuliert strategisch (gibt gezielte Unterstützung)
- ✓ Materialien organisiert/zugänglich (Systeme vorhanden)
Was Lehrer zu fragen:
- "Wie haben Sie entschieden, welche Schüler welche Stufe bekommen?"
- "Welche Daten haben Ihre Differenzierung informiert?"
- "Wie verfolgen Sie Schülerfortschritt über Stufen hinweg?"
Feedback: Spezifisch, umsetzbar (nicht vages Lob)
Virtuelle Fortbildung (Online-Professionalisierung)
Online-Workshop-Struktur: Synchrone Zoom-Fortbildung
Stunde 1: Demo + Diskussion (Live-Zoom)
Fortbildner: Teilt Bildschirm mit Generator Demonstriert: Arbeitsblätter in Echtzeit erstellen Lehrer: Schauen zu, stellen Fragen im Chat Interaktiv: Umfragen, Breakout-Räume für Diskussion
Stunde 2: Selbstständige Übung (asynchron)
Lehrer: Verlassen Zoom, generieren eigene Materialien (30 Min.) Einreichen: 3 generierte Arbeitsblätter in gemeinsamen Ordner hochladen Frist: Bis Tagesende
Stunde 3: Rückmeldung teilen (Live-Zoom)
Fortbildner: Zeigt eingereichte Arbeitsblätter (Bildschirmfreigabe) Lehrer: Diskutieren Stärken, stellen Fragen Kollegiales Feedback: Von Peer-Beispielen lernen
Preisgestaltung für Fortbildungsumsetzung
💰 Schulweites Fortbildungspaket
Schul-/Bezirkslizenz:
- Core-Paket: 144€/Lehrer/Jahr
- 20 Lehrer: 2.880€/Jahr
- Fortbildungsvorteil: 30+ Stunden jährliche Fortbildung (gemeinsam Materialien generieren, Peer-Coaching, PLG)
ROI-Berechnung
Traditionelle Fortbildung: • Eintägiger Workshop: 5.000€ (Beraterhonorar + Vertretungen für 20 Lehrer) • Materialien: 2.000€ (Arbeitsbücher, Ressourcen) • Umsetzung: Gering (keine fortlaufende Unterstützung) Gesamt: 7.000€, minimaler nachhaltiger Effekt Generator-basierte Fortbildung: • Software: 2.880€/Jahr • Keine Beraterhonorare (arbeitsplatzbezogen) • Unbegrenzte Materialien (nach Bedarf generiert) • Nachhaltiges Lernen (PLG, Coaching, fortlaufend) Gesamt: 2.880€, hohe Umsetzung (sofortige Anwendung) Einsparung: 4.120€ + überlegene Ergebnisse
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Fazit
Effektive Fortbildung erfordert 30+ Stunden aktives Lernen (Yoon et al., 2007) – Generatoren ermöglichen praxisnahes Üben und nachhaltige Umsetzung.
✅ Zusammenfassung: Evidenzbasierte Fortbildungsstrategien
- Workshop-Modell: Stunde 1 (Strategie lernen + üben), Stunde 2 (Materialien erstellen), Stunde 3 (gemeinsame Planung)
- Nachverfolgung: 2-Wochen-Check-in (Ergebnisse teilen, Probleme lösen, verfeinern)
- PLG: Monatlicher Zyklus (generieren/teilen → umsetzen → Ergebnisse analysieren → Praxis verfeinern)
- Demonstrationsstunden: Vor-Beobachtung (planen) → Beobachtung (schauen) → Nachbesprechung (reflektieren)
- Peer-Coaching: Gemeinsame Planung → Beobachtung → Feedback → Nachverfolgung (Zyklen)
- Einarbeitung neuer Lehrkräfte: Vorbereitungswoche (Materialien für Monat 1 erstellen) + monatliche Check-ins
- Admin-Unterstützung: Unterrichtsbesuchs-Schulung (Differenzierung erkennen, spezifisches Feedback geben)
- Virtuelle Fortbildung: Zoom-Demo → Selbstständige Übung → Rückmeldungssession
Preisgestaltung
Schullizenz 2.880€ (20 Lehrer), spart 4.120€ gegenüber traditioneller Fortbildung
Effektive Fortbildung ist nachhaltig, aktiv, arbeitsplatzbezogen – Generatoren ermöglichen sofortige Anwendung.
Literaturangaben
- Yoon, K. S., et al. (2007). Reviewing the Evidence on How Teacher Professional Development Affects Student Achievement. Institute of Education Sciences. [30+ Stunden Fortbildung → 21 Prozentpunkte Leistungssteigerung]
- Darling-Hammond, L., et al. (2017). Effective Teacher Professional Development. Learning Policy Institute. [5 Merkmale effektiver Fortbildung]


