Der Rundbogen

Wählt den Umzug, sagt, wie viele stehen bleiben werden — und ruft sie dann nach vorn, immer zwei nebeneinander. Wer stehen bleibt, sieht aus wie alle anderen; nur der leere Platz daneben nicht.

Über dieses Werkzeug

Ein Umzug von Marschierenden, ein Rundbogen in der Mauer — genau breit genug für zwei — und dahinter ein Hof. Die Klasse wählt den Umzug auf der Zahlenleiste und legt dann eine Zahl fest: wie viele stehen bleiben werden. Erst danach geht die Schranke hoch. Diese Abfolge ist der ganze Plan: Das Erste, was passiert, ist ein Urteil — und das Urteil ist eine Zahl, die ein Kind ausrechnen kann, keine Münze, die man wirft.

Dann werden sie nach vorn gerufen, immer zwei auf einmal, und die Zahl wächst mit — 2, 4, 6, 8: Zählen in Zweierschritten, zum Zusehen. Wenn weniger als zwei übrig sind, nimmt der Rundbogen sie nicht — er nimmt nur volle, nie angefangene. Niemand wird für falsch erklärt: Wer stehen bleibt, ist genauso gezeichnet wie alle anderen Marschierenden — gezeichnet wird der leere Platz daneben. Wenn alles steht, zeigt der Hof seine zwei gleich hohen Spalten mit ihren Zahlen: Dreizehn ist sechs und sechs und noch eins — die Idee der geraden Zahl, gezeigt vom Rundbogen selbst, ohne dass je ein Rechenzeichen dasteht.

Dann wählt die Klasse einen zweiten Umzug — so groß, wie sie mag, gerade Zahlen ausdrücklich erlaubt, denn genau darum geht es. Bleibt auch dort jemand stehen, steigen beide auf den Sims — er ist genau so breit wie der Rundbogen —, und ein voller Sims darf hindurch: ungerade plus ungerade wird gerade, als Mechanik zum Zusehen. Marschiert der zweite Umzug restlos durch, gibt es nichts, was auf den Sims könnte — und genau das wird auch gesagt: Der Satz lässt sich prüfen und kann sichtbar scheitern, und erst das macht ihn zu einem Satz.

So nutzen Sie es im Unterricht

  • Beginnt mit der Frage, nicht mit der Bewegung: Ein Kind wählt den Umzug auf der Zahlenleiste, und die Klasse legt sich auf genau eine Zahl fest, bevor sich irgendetwas rührt.
  • Ruft selbst nach vorn, immer zwei auf einmal, und lasst die Klasse die wachsende Zahl mitlesen. Haltet genau dann an, wenn der Rundbogen nicht mehr nimmt — und sagt nichts.
  • Zeigt auf den leeren Platz, nicht auf den Marschierenden daneben. Lest dann das Bild ohne Rechenzeichen vor: Dreizehn ist sechs und sechs und noch eins.
  • An Beweistagen wünscht euch einen zweiten Umzug, bei dem auch jemand stehen bleibt. Legt euch wieder fest, seht zu, wie er von selbst einzieht, und fragt: Die beiden, die stehen geblieben sind — füllen sie zusammen den Rundbogen? Legt euch noch einmal fest, bevor der Sims es versucht.
  • Einmal in der Woche darf ein Kind mit Absicht einen geraden zweiten Umzug wählen — und alle sehen zu, wie der Versuch ehrlich verpufft: Der Sims bleibt leer, und genau das ist die Lektion.

Ideen für den Unterricht

  • Ein tägliches Zwei-Minuten-Ritual: drei Umzüge, drei festgelegte Zahlen — und jede Vorhersage wird laut gesagt, bevor auch nur einmal gerufen wird.
  • Lasst einen Umzug mit zwölf und gleich danach einen mit dreizehn durch denselben Rundbogen ziehen und fragt, was der Rundbogen anders gemacht hat. Nichts — genau das ist der Punkt.
  • Stellt den Rundbogen auf drei nebeneinander und dreht die Aufgabe um: Findet einen Umzug, bei dem genau zwei stehen bleiben. Mit der Zahlenleiste wird das eine Suche, kein Raten.
  • Etwas für die Achtjährigen: Bei drei nebeneinander füllen die, die aus zwei Umzügen stehen geblieben sind, den Rundbogen nur manchmal. Fragt, welche zwei Umzüge zusammenpassen und warum — der Sims prüft jede Behauptung.