Die Zehnerdosen

Zu viele zum Zählen — bis die Zehner in den Dosen stehen.

Über dieses Werkzeug

Auf dem Teppich liegen viel zu viele Plättchen, um sie einzeln zu zählen — genau der Moment, in dem Kinder anfangen und sich bei dreißig verzählen.

Ein Fingertipp schöpft auf, was gerade darunterliegt: mal drei, mal sieben, nie eine feste Zahl. Die Dose füllt sich, und bei zehn schließt sie sich von selbst.

Die Anzeige über dem Teppich rät nicht. Sie zeigt so lange Fragezeichen, wie noch ein Zehner entstehen könnte, und erst wenn keiner mehr möglich ist, steht die Zahl da — gebaut, nicht geraten.

So nutzen Sie es im Unterricht

  • Wählt zusammen, wie viel auf dem Teppich liegen soll: eine Handvoll, ein Haufen oder ein ganzer Berg.
  • Ein Kind tippt irgendwo auf den Teppich. Fragt vorher: Wie viele holen wir wohl? Die Klasse sieht sofort, dass niemand das vorher weiß.
  • Sammelt weiter, bis sich eine Dose schließt. Zehn Dosen rutschen zu einem Turm zusammen — das ist die Hundert.
  • Erst wenn der Teppich leer ist, steht die Zahl vollständig da. Lest sie gemeinsam vor und zeigt dabei auf die Dosen, die dazugehören.

Ideen für den Unterricht

  • Schätzen vor dem Schöpfen: Alle zeigen mit den Fingern, wie viele Dosen es am Ende wohl werden. Nachher vergleichen — ohne richtig und falsch, nur schauen, wer nah dran war.
  • Zwei Kinder schöpfen abwechselnd an ganz verschiedenen Stellen. Am Ende steht dieselbe Zahl da: Der Weg ist frei, das Ergebnis nicht.
  • Nehmt bei leerem Teppich ein Plättchen weg. Eine volle Dose muss aufgehen — das ist genau das Bündel, das beim schriftlichen Rechnen entbündelt wird, nur zum Anfassen.